Fragen zu Wertpapieren

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Tutorial: Fremdwährungsanleihen

Was sind Fremdwährungsanleihen?

Fremdwährungsanleihen sind fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere, die nicht in Euro notieren. Sie können auf verschiedene Währungen lauten. Die Laufzeiten sind größtenteils mittel- bis langfristig. Zins- und Rückzahlung erfolgen jeweils in Fremdwährung.

Im Vergleich zu Anleihen in Euro besteht bei Fremdwährungsanleihen ein zusätzliches Währungsrisiko. Da die Wechselkurse stärkeren Schwankungen unterliegen können, sollte das Währungsrisiko bei einer Anlageentscheidung unbedingt berücksichtigt werden. Bereits der Erwerb wird mit Hilfe des aktuellen Wechselkurses berechnet. Die laufenden Zinszahlungen sowie die Rückzahlung müssen gegebenenfalls in Euro zurückgetauscht werden.

Wie funktionieren Fremdwährungsanleihen?

Anleger erhalten während der Laufzeit regelmäßige Zinszahlungen, wobei der Zinssatz je nach Ausgestaltung fest oder variabel sein kann. Die Zinsen werden in der zugrunde liegenden Währung gezahlt. Auch die Rückzahlung zu 100 % des Nennbetrages bei Fälligkeit erfolgt in der jeweiligen Fremdwährung.
Besteht ein Fremdwährungskonto in der entsprechenden Währung, können die Zins- und Rückzahlung in der jeweiligen Fremdwährung gezahlt werden. In diesem Fall können Anleger selbst entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Umtausch in Euro erfolgen soll. Anderenfalls wird der jeweilige Zins- und Rückzahlungsbetrag zu dem am entsprechenden Zahltag gültigen Wechselkurs umgerechnet und der Gegenwert in Euro gutgeschrieben.

Welche Besonderheiten gibt es bei Fremdwährungsanleihen zu beachten?

Fremdwährungsanleihen dienen unter anderem der Portfoliodiversifikation. Mit ihnen können Renditevorteile in anderen Währungen genutzt werden. Im Falle einer Aufwertung der jeweiligen Fremdwährung gegenüber dem Euro können Währungsgewinne entstehen. Andererseits ist es möglich, dass bei einer Abwertung der Fremdwährung gegenüber dem Euro Währungsverluste entstehen. Höhere Auslandszinsen können bei einer potenziellen Abwertung der Fremdwährung gegenüber dem Euro einen Risikopuffer gegen mögliche Wertverluste bieten. Des Weiteren besteht auch bei Währungsanleihen ein gewisses Zinsänderungsrisiko, d. h. steigende Zinsen führen zu fallenden Anleihekursen.

Chancen

  • regelmäßige Zinszahlungen in der jeweiligen Fremdwährung
  • Rückzahlung am Laufzeitende in der jeweiligen Fremdwährung zu 100 % des Nennbetrages (vorbehaltlich des Emittentenrisikos)

Risiken

  • Anleger sind dem Risiko einer Insolvenz und somit einer Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ausgesetzt. Bei einem Ausfall des Emittenten kann es daher zu Verlusten, bis hin zum Totalverlust, kommen.
  • Anleger tragen das Risiko, dass sich das Zinsniveau erhöht und hierdurch der Marktpreis der Anleihe fällt.
  • Anleger sind zusätzlich dem Risiko ausgesetzt, dass sich der Wechselkurs der für das Produkt relevanten Währung ändert.
  • Während der Laufzeit sind Kursschwankungen möglich und können zu Kursverlusten führen.
  • Die Rückzahlung zu 100 % des Nennbetrages erfolgt nur am Laufzeitende.

Verhalten während der Laufzeit

Das Zinsniveau steigt.
Steigen die Zinsen in dem Land, in dessen Währung die Anleihe notiert, fällt der Kurs von Fremdwährungsanleihen mit festem Zinssatz. Ein vorzeitiger Verkauf kann zu Verlusten führen.

Fremdwährungsanleihen mit variablem Zinssatz profitieren jedoch von einem Zinsanstieg, da der Zinssatz regelmäßig an den Referenzzinssatz der Fremdwährung angepasst wird. Der Anleihekurs bewegt sich in der Regel um 100 % des Nennbetrages.

Das Zinsniveau bleibt unverändert.
Solange sich die Zinsen in der Fremdwährung nicht verändern, bleibt auch der Kurs der Fremdwährungsanleihe gleich.

Das Zinsniveau fällt.
Fallen die Zinsen in dem Land, in dessen Währung die Anleihe notiert, steigt der Kurs von Fremdwährungsanleihen mit festem Zinssatz.

Sinkende Zinsen wirken sich jedoch negativ auf Fremdwährungsanleihen mit variablem Zinssatz aus, da der Zinssatz regelmäßig an den niedrigeren Referenzzinssatz der Fremdwährung angepasst wird.





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